Platz
fürs Jubiläum.

Seit 50 Jahren steht die JKU für Aufbruch und Veränderung,
für Mut, Neues zu wagen und weiter zu denken.

Die Johannes Kepler Uni­versität ist eine ver­gleichs­weise junge Uni­versität. Umso beacht­licher, was in diesen fünf Jahr­zehnten, aufgebaut, geleistet, geforscht und gelehrt wurde. Heute arbeiten und lernen an der JKU rund 3.000 Mit­arbeiterInnen und 20.000 Studierende. Sie folgen mit ihrer Neugierde und ihrem Gestaltungs­willen dem Namens­geber der Universität, Johannes Kepler, der von 1612 bis 1627 in Linz lebte und wirkte. So ver­bindet die JKU Geschichte und Gegenwart – und gestaltet als Ober­österreichs größte Forschungs- und Bildungs­einrichtung die Zukunft.

„Hochschule neuen Stils“: Buch zum JKU-Jubiläum erschienen

Erster Band einer Pubilkationsreihe beleuchtet umfassend die Geschichte

Als „Hochschule neuen Stils“ 1966 gegründet, blickt die Johannes Kepler Universität unter diesem Titel auf die vergangenen 50 Jahre und noch weiter zurück. Der erste Band einer Publikationsreihe beschäftigt sich mit der bis ins 16. Jahrhundert zurückgehenden Genesis der JKU, ihrer Grundsteinlegung und der anschließenden Entwicklung bis zur Installierung der Medizinischen Fakultät.

In den 1960er-Jahren geriet die österreichische Hochschulpolitik in starke Bewegung, nach einer Reihe erfolgloser Anläufe wurde in Linz der Wunsch nach einer Universität immer stärker. Am 8. Oktober 1966 war es schließlich soweit: Die JKU wurde gegründet. Ohne Beharrlichkeit gegenüber SkeptikerInnen und den einhelligen politischen Willen von Stadt und Land wäre sie nie entstanden.

Vor- und Querdenken, unkonventionelle Spielräume
Die Kepler Universität verstand sich stets als Magnet für Vor- und Querdenker mit unkonventionellen Spielräumen: Erstmals im deutschprachigen Raum eine Professur mit fachlicher Ausrichtung auf Datenverarbeitung und die Entwicklung des Studiengangs Wirtschaftsinformatik sind ein Beispiel, die Institutionalisierung der Forschung zum Nationalsozialismus am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte ein anderes. Meilensteine wie erstmals in Österreich ein Informatik-Studium oder das weltweit erste Mechatronik-Studium folgten.

Die Geschichte der JKU in sechs Kapiteln

„Kreativität, Mut und Entschlossenheit ist es, was unsere Hochschule in den vergangenen Jahrzehnten ausgezeichnet hat und bis heute ausmacht“, erklärt Rektor Meinhard Lukas. „Die Medizinische Fakultät, das international ausgerichtete Linz Institute of Technology (LIT) für technologische Lehre und Forschung sowie die Linz School of Science als starke Plattform für die Grundlagenforschung sind jüngste Belege dafür.“

Kritische, ungeschönte Analyse
Das nunmehr erschienene Buch sei bewusst nicht als Festschrift konzipiert, betont Lukas. „Neben Zahlen, Daten und Fakten legen die AutorInnen – Univ.-Prof. Marcus Gräser, Vorstand des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, und seine KollegInnen Maria Wirth und Andreas Reichl – eine teils auch kritische, ungeschönte Analyse vor. Eine Organisation, die Studierende zum kritischen Denken anleitet, muss sich auch mit ihrer eigenen Geschichte differenziert auseinandersetzen.“

50 Jahre Johannes Kepler Universität Linz – Eine „Hochschule neuen Stils“
Maria Wirth / Andreas Reichl / Marcus Gräser
Böhlau Verlag
260 Seiten, 30 Euro
ISBN 978-3-205-20414-5


Studien­präsen­tation im März

Im März 2017 wird zudem eine Studie zum 50-Jahr-Jubiläum der Johannes Kepler Universität präsentiert. Verfasst von Hermann Rafetseder analysiert sie die Geschichte des JKU-Geländes, unter besonderer Berück­sichtigung der NS-Zeit im Raum Auhof-Dornach.